Drei Sandstein – Nationalparke…

Foto: Tomáš Salov

… unterzeichnen Memorandum zur Zusammenarbeit
Vertreter der Nationalparkverwaltungen Sächsische Schweiz, Góry Stołowe (Heuscheuer Gebirge, Polen) und Böhmische Schweiz unterzeichneten gestern zum Auftakt einer internationalen Tagung der Sandsteinlandschaften im südpolnischen Kurbad Kudowa Zdrój ein Memorandum über ihre künftige Zusammenarbeit. Das Memorandum unterzeichneten die Vertreter der Nationalparkverwaltungen Jürgen Phoenix, Janusz Korybo und Pavel Benda.
Sie vertreten die einzigen drei Sandstein-Nationalparke Mitteleuropas. Grundlagen des Memorandums sind die große landschaftliche Ähnlichkeit der drei Gebiete, deren Ursprung im selben geologischen Zeitraum und auch eine ähnliche Kulturgeschichte der drei Regionen.
Der Leiter der Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz Dr. Dietrich Butter: „Mit dem Memorandum können wir gemeinsam mit unseren tschechischen Kollegen die bestehenden Kontakte mit dem Nationalpark Heuscheuergebirge intensivieren. Aufgrund der ähnlichen Naturausstattung bietet sich eine engere Zusammenarbeit geradezu an.“
„Das Memorandum ist ein logisches Resultat der bisherigen Zusammenarbeit.“ sagte Pavel Benda, Direktor der Nationalparkverwaltung Böhmische Schweiz und ergänzte: „Alle drei Nationalparke haben vieles gemeinsam, sie werden mit gleichen Herausforderungen und Gefährdungen konfrontiert. Der Zweck der Memorandums liegt in der Schaffung einer Basis für eine noch engere Zusammenarbeit sowie in der Förderung der Entstehung gemeinsamer trilateraler Projekte.“
Das Memorandum soll den Erfahrungsaustausch auf dem Gebiet Natur- und Landschaftsschutzes stärken, die Forschungsaktivitäten fördern und dem Erfahrungsaustausch auf den Gebieten Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung dienen. Dies soll durch gemeinsame Projekte untersetzt werden.

Foto: Tomáš Salov

Bildunterschrift:

Das Memorandum zur Zusammenarbeit der drei Sandstein-Nationalparke Góry Stołowe, Böhmische Schweiz und Sächsische Schweiz wird die Zusammenarbeit verbessern. Der gastgebende Direktor Janusz Korybo, Direktor Pavel Benda vom Nationalpark Böhmische Schweiz und der stellvertretende Leiter der Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz Jürgen Phoenix (von rechts) kurz nach der Unterzeichnung des Dokuments im polnischen Kudowa Zdròj.

Hintergrundinformationen:

Beim Betrachten von Bildern aus dem Nationalpark Góry Stołowe ist die Ähnlichkeit zum Elbsandsteingebirge unverkennbar. Das Gebirge ist in den selben geologischen Zeiträumen und unter den selben Bedingungen entstanden wie das Elbsandsteingebirge. Die Sandsteingebiete setzen sich auch hier auf tschechischer Seite fort und sind dort als Landschaftsschutzgebiet geschützt.

Der Nationalpark Góry Stołowe wurde 1993 gegründet. Er liegt in Niederschlesien im Gebiet der Mittel-Sudeten an der polnisch-tschechischen Grenze und hat eine Größe von 6.340 ha.

Der polnische Name bedeutet wörtlich übersetzt: „Tisch Gebirge“. Der deutsche Name Heuscheuergebirge stammt von zwei hohen Bergen des Gebietes, dem Großen und dem Kleinen Heuscheuer. Auch dies weist auf die markante Form der Tafelberge hin, wie sie in der Sächsischen Schweiz vom Lilienstein oder auch vom Königstein vertraut sein dürften, jedoch haben die polnischen Tafelberge eine wesentlich größere Ausdehnung. Wanderer finden auch hier Felsenstädte und Felslabyrinthe sowie spektakuläre Aussichtspunkte. Südwestlich des Nationalparks liegt der Kurort Kudowa Zdrój, nördlich befindet sich die Stadt Radków.

Quelle: http://www.pngs.com.pl/niemiecka

Staatsbetrieb Sachsenforst
Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz
Hanspeter Mayr
Referatsleiter Öffentlichkeitsarbeit, Pressesprecher
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