Die Sächsisch-Böhmische Schweiz…

…auf dem Weg zum InterNationalpark
Sächsisch-Böhmische Schweiz, 30.11.2012 – Die Schutzgebietsverwaltungen in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz stellten heute während des Fachgesprächs „Auf dem Weg zum InterNationalpark Böhmische Schweiz” in Bad Schandau das Zertifikat der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit Transboundary Parks vor, welches ihnen am 22. Oktober in Belgien auf der Jahrestagung der Europarc Föderation [1] verliehen wurde.
Das Zertifikat bestätigt ein hohes Niveau der Zusammenarbeit der Verwaltungen der Nationalparke Sächsische und Böhmische Schweiz sowie des Landschaftsschutzgebiets Labské pískovce bei der Pflege um die einzigartige Natur. Wichtig für die Verleihung des Zertifikats ist auch die Zusammenarbeit mit wichtigen Partnern in der Region, vor allem den Gemeinden, den Vereinen und Nationalparkpartnern.
„Das Zertifikat wird in der Regel zwei grenzüberschreitenden Partnern verliehen. Für die Sächsisch-Böhmische Schweiz ist das Zertifikat einzigartig, indem es drei Schutzgebietsverwaltungen verliehen wurde, von denen sich zwei auf tschechischem Gebiet befinden. Es bestätigt zugleich, dass eine enge Zusammenarbeit für einen wirksamen Naturschutz unentbehrlich ist,“  sagte Michael Hošek, Präsident der tschechischen Sektion der EUROPARC Föderation.
„Die Evaluatoren aus Lettland und aus dem Niederlande besuchten neben ausgewählten Lokalitäten in der Natur auch die Besucherzentren in Bad Schandau und Krásná Lípa sowie das Informationszentrum in Srbská Kamenice. Besonders hervorgehoben wurde von ihnen die einheitliche grafische Gestaltung der Informationsmaterialien in der Region, die Zusammenarbeit bei der Wiedereinbringung der Lachse oder beim Schutz der Wanderfalken oder Schwarzstörche,“ ergänzt Petr Kříž, Leiter der LSG-Verwaltung Labské pískovce.
Ein wesentlicher Bestandteil der Evaluierung war auch die Formulierung einer gemeinsamen Vision des Naturschutzes für die gesamte Sächsisch-Böhmische Schweiz. Die Vision soll auch zur abgestimmten Pflege und Entwicklung der Schutzgebiete beitragen, so dass die Unterschiede in den Herangehensweisen in den beiden Ländern verringert werden. In fünfjährigem Abstand soll eine erneute Evaluierungen stattfinden, bei der man sehen wird, in wie weit es den Verwaltungen gelungen ist, die Vision umzusetzen.
„Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Schutzgebiete in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz blickt auf eine lange Tradition zurück, die unter anderem in die Entstehung zweier benachbarter Nationalparke an der sächsisch-böhmischen Grenze resultierte,“ sagt Pavel Benda, Direktor der Nationalparkverwaltung Böhmische Schweiz, und ergänzt dazu: “Die Verleihung des Zertifikats ist jedoch keinesfalls der Endpunkt dieser Zusammenarbeit. Das Zertifikat ist vielmehr ein Instrument, welches uns zu einer noch mehr koordinierten Pflege der Schutzgebiete auf beiden Seiten der politischen Grenzen motiviert.”
Die Zusammenarbeit der Schutzgebietsverwaltungen findet unter anderem in vier grenzüberschreitenden Arbeitsgruppen statt, die dem Informationsaustausch und der Koordinierung gemeinsamer Tätigkeiten in den Gebieten des praktischen Naturschutzes, der Forschung, der Öffentlichkeitsarbeit und der Waldpflege dienen.
„Die wichtigste Voraussetzung für den Erfolg der gemeinsamen Aktivitäten zur Entwicklung der uns anvertrauten Schutzgebiete sind unsere engagiert handelnden und freundschaftlich verbundenen Mitarbeiter“ fasst Dr. Dietrich Butter, Leiter der Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz zusammen.

Pressetext: Hanspeter Mayr
Referatsleiter Öffentlichkeitsarbeit, Pressesprecher| Head of Public Relations, Press Officer
STAATSBETRIEB SACHSENFORST
NATIONALPARKVERWALTUNG SÄCHSISCHE SCHWEIZ| NATIONAL PARK MANAGEMENT SAXON SWITZERLAND
An der Elbe 4, 01814 Bad Schandau

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