Waldpflegearbeiten…

… im Nationalparkrevier Hohnstein
Zur Zeit führen die Waldarbeiter der Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz im Revier Hohnstein im Bereich des Hocksteins Waldpflegemaßnahmen durch. Waldpflege, so heißen im Nationalpark Sächsische Schweiz die Durchforstungsarbeiten, die zum Ziel haben, naturferne Wälder, die es noch aus den Zeiten vor dem Nationalpark gibt, in naturnähere Wälder umzubauen. Revierleiter Frank Wagner hat vor allem die Baumarten Fichte und die gebietsfremden Lärchen und Roteichen zur Entnahme markiert. Die Bäume werden mit der Motorsäge gefällt und später mit einer Holzrückemaschine aus dem Wald transportiert.
Die zu pflegenden Waldfläche gehört zu den Schwerpunktgebieten im Nationalpark, in denen umfangreiche Anpflanzungen der geschützten Weißtanne stehen. Die Waldpflege dient deshalb auch dazu, den jungen Weißtannen mehr Licht zu geben und Raum für neue Weißtannenpflanzungen zu schaffen.
Die Baumfällarbeiten werden bis zum 15.03.2013 abgeschlossen sein. Allerdings wird der Zeitraum der Holzrückung, also der Transport des Holzes aus dem Wald bis zum Holzlagerplatz erst nach Ostern liegen. Damit können die Parkplätze am Hockstein und am Ziegenrücken über die Feiertage für die Besucher frei bleiben, bevor sie im Anschluss als Zwischenlager für das Holz genutzt werden.
Nach dem Motto „Natur Natur sein lassen“ fordern internationale Richtlinien, dass auf 75 % der Fläche eines Nationalparks keine Waldpflegemaßnahmen mehr durchgeführt werden. Im Nationalpark Sächsische Schweiz wird dieser Wert vorrausichtlich 2030 erreicht. Gegenwärtig werden auf 54 % der Fläche des Nationalparks keine Waldpflegemaßnahmen mehr durchgeführt, weil diese Wälder überwiegend sehr naturnah und stabil sind. In den restlichen Bereichen findet noch Waldpflege statt. Diese findet jährlich auf rund 350 ha oder rund 4 % der Nationalparkfläche statt.
Im Nationalpark fallen dabei jährlich rund 25.000 m³ Holz an. Dieses wird verwertet, d.h. über den Staatsbetrieb Sachsenforst verkauft. Das Holz ist im Nationalpark sozusagen das Nebenprodukt einer Naturschutzmaßnahme.
Die Waldpflege findet nur außerhalb der Vegetationszeit vom 15.08. bis 15.03. eines Jahres statt. Dies ist ein wichtiger Unterschied zu anderen Forstbezirken, die ganzjährig Waldpflege und Holzeinschlag betreiben.

Bildunterschrift (Foto: Archiv Nationalparkverwaltung, Constanze Grebe):

So bekommen die jungen Weißtannen endlich Licht. Renè Hersemann, Waldarbeiter der Nationalparkverwaltung fällt fachgerecht eine Lärche ohne dass die geschützten Weißtannen zu Schaden kommen. Die Nationalparkverwaltung bemüht sich, gebietsfremde Baumarten wie die Europäische Lärche zugunsten der geschützten Weißtanne zu reduzieren.

Pressetext: Hanspeter Mayr
Referatsleiter Öffentlichkeitsarbeit, Pressesprecher | Head of Public Relations, Press Officer
STAATSBETRIEB SACHSENFORST
NATIONALPARKVERWALTUNG SÄCHSISCHE SCHWEIZ | NATIONAL PARK MANAGEMENT SAXON SWITZERLAND
An der Elbe 4, 01814 Bad Schandau
Tel.: +49 (0)35022.900.615 | Fax: +49 (0)35022.900.666 | Mobil: +49 (0)173.3796.503 Hanspeter.Mayr@smul.sachsen.de | www.nationalpark-saechsische-schweiz.de

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