Akzeptanzuntersuchung…

…der einheimischen Bevölkerung zur Nationalparkregion Sächsische Schweiz
Heute stellte die Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz im Bad Schandauer NationalparkZentrum die Ergebnisse einer Akzeptanzuntersuchung vor, bei der im vergangenen Jahr 1.500 Haushalte in der Sächsischen Schweiz befragt wurden. Nahezu 90 % der Einheimischen sieht überwiegend positive Auswirkungen des inzwischen 23 Jahre alten Schutzgebietes auf die Region. Im Detail ist dieses Meinungsbild zum einzigen sächsischen Nationalpark zwar differenziert, doch hat sich die Gesamteinschätzung nach einem Absinken 2006 wieder verbessert.
Die Nationalparkverwaltung darf sich mit Blick auf die Bewertung ihrer Arbeit über tendenziell gute Noten freuen. Nur noch 27,7% der Befragten berichteten beispielsweise, Kenntnis von Konflikten zwischen der Bevölkerung und der Nationalparkverwaltung zu haben. 2000 lag dieser Wert noch bei 78,4 %.
Leipziger Forscher der Agentur Analyse und Transfer führten die schriftliche Befragung durch, die erstmals auch durch eine Antwortmöglichkeit im Internet begleitet wurde. Die Nationalparkverwaltung ist zur regelmäßigen Durchführung dieser Umfragen verpflichtet, sieht darin aber auch eine wertvolle Unterstützung ihrer Arbeit. Vergleichbare Studien führte sie bereits in den Jahren 2000 und 2006 durch. Anhand von rund 30 Fragen soll ein möglichst differenziertes Meinungsbild in Erfahrung gebracht werden.
42,6 % der Befragten sehen den Einsatz von Maschinen zur Waldpflege im Nationalpark eher negativ. Der Leiter der Nationalparkverwaltung Dr. Dietrich Butter: „Die Nationalparkverwaltung arbeitet nach dem Grundsatz, Forsttechnik pfleglich einzusetzen. Wir werden nicht in unseren Bemühungen nachlassen, Auswirkungen auf den Wald und die Besucher zu minimieren und transparent darüber zu informieren. Am Maschineneinsatz müssen wir jedoch festhalten, wenn wir die uns vorgegebene Zielstellung erreichen wollen, im Jahr 2030 dreiviertel der Nationalparkfläche der natürlichen Entwicklung zu überlassen.“
52,5 % der Anwohner sprachen sich dafür aus, den Borkenkäfer auch im Ruhebereich des Nationalparks zu bekämpfen. Hierzu der Leiter der Nationalparkverwaltung: „Eine großflächige und nicht mehr kontrollierbare Massenvermehrung von Borkenkäfern ist unter den Bedingungen der Nationalparkregion Sächsische Schweiz ebenso wenig vertretbar wie eine flächendeckende Bekämpfung des Borkenkäfers im Nationalpark. Wir werden unsere Bemühungen weiter verstärken, möglichst direkt vor Ort die Sachverhalte zu erläutern, um Ängste abzubauen.“ Hierin sieht die Nationalparkverwaltung eine geeignete Strategie, denn in einer anderen Befragung im Oktober 2012 an der bisher größten Borkenkäferfläche im Nationalpark akzeptierten 82 % der Befragten, dass die Nationalparkverwaltung hier nicht eingegriffen hat, um Borkenkäfer zu bekämpfen.
Übereinstimmung zwischen Nationalparkverwaltung und Bevölkerung besteht bei der Einschätzung der Verkehrssituation in der Sächsischen Schweiz. 76 % der Befragten befürworten Auffangparkplätze und Zubringerbusse für die Gäste und 69 % wünschen sich Verkehrslenkung und -beruhigung, um die Park- und Stauprobleme rings um den Nationalpark zu bewältigen. Dr. Dietrich Butter: „Das bestätigt unsere Bemühungen, den ÖPNV zu fördern und die Gäste auf das bereits bestehende gute System aufmerksam zu machen sowie mit den Verantwortlichen weitere Optimierungsmöglichkeiten zu finden.“

Quelle: ANALYSE UND TRANSFER UG, Leipzig (2013): „Akzeptanzuntersuchung: Befragung der einheimischen Bevölkerung zu ihrer Einstellung zur Nationalparkregion Sächsische Schweiz 2012“ Ergebnisbericht

Foto: (Archiv Nationalparkverwaltung, Jörg Weber)

Dr. Tobias Liebert von der Leipziger Agentur A&T übergibt die aktuelle Akzeptanzuntersuchung an Dr. Dietrich Butter, den Leiter der Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz.

Pressetext: Hanspeter Mayr
Referatsleiter Öffentlichkeitsarbeit, Pressesprecher | Head of Public Relations, Press Officer

STAATSBETRIEB SACHSENFORST
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