Internationales Jugendcamp verbindet…

…Naturerfahrung mit Sprachenlernen
Schlafsack, Isomatte, Wörterbuch und Stirnlampe – so bepackt reisten am letzten Sonnabend 30 Schüler in die Böhmische Schweiz, fünf davon aus der sächsischen Nationalparkregion. Die böhmische Nationalparkverwaltung hatte zum tschechisch-österreichisch-deutschen Kindercamp nach Krásná Lípa eingeladen. Gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen aus den Nationalparks Böhmische Schweiz, Bayrischer Wald, Böhmerwald, Podyjí und Thayatal verbringen die Sachsen nun eine Woche im Zeltcamp.

Dort mag der Schlafsack nützlich sein, aber auch der eine oder andere Fremdsprach-Brocken aus dem Wörterbuch. Die Teilnehmer zwischen elf und 15 Jahren verständigen sich auf Deutsch oder Tschechisch, und bauen damit wie nebenbei kulturelle und sprachliche Barrieren ab.

Und das alles immer in Bewegung: Auf Wanderungen erkunden sie den böhmischen Elbsandstein. Schon am Anreisetag führte ihr Betreuer Knut König, Zertifizierter Nationalparkführer, die sächsischen Abenteurer grenzüberschreitend auf Schusters Rappen zum Zeltcamp. Im Haus der Böhmischen Schweiz holten sie sich am nächsten Tag einen Eindruck von Land & Leuten, kreierten später Parfüm, schöpften Papier und stellten sich den Herausforderungen von Kletterwand und Seilgarten.

Das internationale Jugendcamp veranstalten die grenzübergreifend benachbarten Nationalparks aus Böhmen, Bayern, Österreich und Sachsen seit 18 Jahren; abwechselnd übernimmt eine der Verwaltungen vor Ort die Organisation. Im Camp sollen die Teilnehmer spielerisch eine neue Region und Kultur kennen lernen, vor allem aber beschäftigen sie sich aktiv mit der Natur und deren Schutz. Manche Kinder nehmen zum wiederholten Male teil, so dass manche Freundschaft entsteht.

Weitere Informationen:  http://www.nationalpark-saechsische-schweiz.de/umweltbildung/jugendcamps/internationales-jugendcamp/

Bildunterschrift: Auf urigen Pfaden über die Grenze: Die sächsischen Junior Ranger wandern durchs Khaatal zu ihrem Zeltcamp. / Foto: Archiv Nationalparkverwaltung, Knut König