1959-DDR-1989

235px-Coat_of_arms_of_East_Germany.svgEs war nicht alles schlecht in der DDR. Mein Leben in der DDR von 1959 bis 1989. wolfi

Geboren wurde ich in Großenhain, in Sachsen  am 15.04.1959

  • Mutter 1930 | 31.10.2015 | in Chemnitz geboren, Lehrerin in Großraschütz,
  • Vater 1925 | 23.12.1989 | geboren in Posen (Krieg überlebt) und Bäcker in Großenhain gewesen.
  • Bruder 1952 | 23.01.2000 | der 7 Jahre älter war, hat eine Frau mit zwei Kinder und ebenfalls Bäcker war.

Kindergarten Goethestraße in Großenhain
Tagesmutter Frieda Rohm ich hab immer Tanti gesagt, Rosa Luxemburg Str. mit ihr und Onkel bin ich schon in den 60er Jahren in den Urlaub an die Ostsee gefahren.

school

1965 begann die Schulzeit und ich kam auf die Geotheschule.
1967 musste ich auf die Sprachheilschule Meißen, Ludwig-Richter-Straße 15 habe etwas gestottert aber das war dann 1968 zu Ende und ich ging zurück auf die Goethe-Oberschule.
1968 waren wir abermals im Urlaub in der Tschechoslowakei in „Rokytnice nad Jizerou – Riesengebirge“ leider sind wir hier eher wieder zurück gefahren, denn es begann der Einmarsch von Truppen von Mitgliedsstaaten des Warschauer Pakts in die Tschechoslowakei und der Niederschlagung des Prager Frühlings.
1971 begann ich mit dem „fakultativ Englisch“ sowie die Glam-Rock-Band´s Zeit begann aus England über zu schwappen und ging mir nicht mehr aus dem Kopf.
1972 wurden wir an die Hermann-Matern-Oberschule versetzt, diese  wurde am 31. August 1972 eingeweiht. Ein teil musste umziehen in die Mittelschule am Schacht. Unser Klassenlehrer war Karl Hantusch und wir treffen uns alle 5 Jahre zu einem Klassentreffen, weitere Infos gibt es hier: www.klasse 10a.info 

1975 war die Schulzeit zu Ende und es begann die Lehre, Beruf,  ja was wollte ich werden? Sicher kein Bäcker, das war mir etwas zu Heiß und zu Warm, also war mein erster Gedanke ich geh zum Straßenbau, hab mich dann schnell noch um-entschieden, da mein Freund Lutz Unger schon ein Jahr eher am Bau tätig war wurde ich Baufacharbeiter.

glamrock

1975 kam die erste Glam-Rock-Band „The Walkers“ nach Sachsen in unser Kulturzentrum in Großenhain und ich saß in der ersten Reihe und habe sogar paar Fotos gemacht. Walkers: Torben Lendager – Poul Dehnhardt – Gert Michelsen – Jan Kanstrup Hansen. Die Puhdys spielten in Wildenhain, und Mud spielte in Belgern bei Torgau. Slade spielte in der Fernsehsendung Rund.

1975 begann meine Berufsausbildung zum Baufacharbeiter beim Kreisbau Großenhain. Ausbildungszentrum war die Rote Schule in Meißen, hier hab ich dann 1976 meine Frau kennen gelernt. Aber vorher gab es auch hier Berufsschullehrer welchen ich später im hohen Alter wieder treffen soll, dazu später mehr.

baulinie

1977 nach der Berufsschule ging ich nach Meißen zu meinem Schwiegervater der auch im Bauwesen tätig war im Kreisbau Meißen, hier hab ich mit ihm im Keramische Fabrik „BIDTELIA“ Meißen GmbH Baumaßnahmen hochzeitspaardurchgeführt. Später kehre ich auf dieses Gelände zurück aber auch dazu später mehr.

1977 kam unser erster Sohn zur Welt. Wir haben eine Wohnung in Meißen auf der Hohen Str.1 Dachgeschoss bezogen. Am 29.Oktober haben wir uns das „Ja Wort“ gegeben und geheiratet.

Meine Frau hat in der Dachpappe in Coswig im Büro gearbeitet und hat dort einen Hinweis erhalten das in Coswig Neubauwohnungen erhältlich sind und wurden damals grade errichtet. Daraufhin hab ich die Firma gewechselt und bin im Plattenwerk Coswig tätig geworden und somit konnten wir 1979 im Februar gleich nach dem kalten Winter dort einziehen.

Die Heizungen liefen auf hochtouren man war das schön. Die Wohnungsgenossenschaft hat bis heute absolut tolle Arbeit geleistet, die Neubauwohnungen sind in den Jahren dreimal saniert, überprüft und restauriert worden, wir werden hier nie ausziehen, dieses Jahr sind es 35 Jahre.

1981 wurde unsere Tochter Anja geboren, mittlerweile ist Sie verheiratet mit (Oliver Claus) und hat 2 Mädels, meine beiden Enkelkinder stehen fast jeden Morgen vor meinem Fenster und wollen fotografiert werden, danach geht Jasmin in die Schule und Alba in den Kindergarten.

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1982 muste ich meinen Armee-Dienst antreten 02.11.82 bis 27.04.84 in Bernau > Berechtigung zur Führung und Bedienung, Gerät K258 steht zwar im Wehrdienstausweis hab aber einen Kraz 255 gefahren mit Tieflader und auch 12m Platte. Und hier gab es jedes halbe Jahr ein Problem:

  1. Auf der Autobahn Berlin-Rostock hinter Neuruppin kracht ein LKW Fahrer aus dem Westen in die Raumerweiterungshalle welche an meinem Kraz hinten angehängt war.
  2. Autobahnauffahrt Wandlitzer Chaussee früh morgens mit Kraz 255 Schwerer Tieflader mit Großem Hydraulikbagger drauf Richtung Rostock, ich schalt langsam die Gänge nach oben und übersehe die sich nähernde erste Brücke, Schönower Chaussee es gibt einen absturz der Bagger-Schaufel, es dauert auch nicht lange hält schon die Polizei an und sagt, wir müssen in einer knappen Stunde hier weg sein, da kommt Honecker. Na prost Mahlzeit, ich koppel ab und fahre zurück in die Kaserne um den Major zu informieren, der trommelt schnellst möglich alle Fahrzeuge zusammen um den Abtransport zu organisieren. Auf Umwegen und sehr langsamer fahrt kommen wir wieder auf dem Parkgelände an und ich werde von ganz oben aber sowas von rund gemacht, das mein Major nur noch sagte der brüllt immer so.
  3. Ja ich muss ins Betonwerk nach Storkow fahren mit meinem Kraz 255 und 12m Platte dran, leider waren die Betonteile welche ich abholen sollte noch nicht fertig. Ja so fuhr ich wieder zurück und im Berliner Ring werde ich rausgewunken und mein Kraz + Platte wird gecheckt, hier nachlesen!

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1987 Der Flugplatz Preschen ist ein ehemaliger Militärflugplatz der Luftstreitkräfte der NVA. Er befindet sich in der Gemeinde Neiße-Malxetal im südlichen Brandenburg, zwischen den Ortsteilen JocksdorfPreschen und der Gemeinde Groß Schacksdorf. Hier war ich Reservist von 13.01.1987 bis 10.04.87 in den Wintermonaten mussten wir die Start -und Landebahn mit Kraz und Kehrblasmaschinen für die Flugzeuge freimachen.  Und zum Sport nach Forst fuhr ich die Jungs im KAMAZ 5230.

tennurlaub

1980-1989 Urlaub in der DDR:

Mit dem Trabant 601 machten wir Urlaub in: Prerow Ferienwohnung FDGB Urlaub, Putbus, Prerow Zelten bei Sonne, Wittenbeck (Zelt), Nienhagen (Zelt), Helenesee Frankfurth/Oder (Zelt), Goldberg

trennbau

1975-1989 Arbeit in der DDR:

Lehre zum Baufacharbeiter in Großenhain, 1977 Baufacharbeiter im Kreisbau Meißen bei meinem Schwiegervater (Bitelia und Neubau am Plossen) 1978 habe ich im Betonwerk Coswig gearbeitet und zwischendurch hat sich die Firmenbezeichnung immer wieder geändert, Baukombinat Dresden, Betonwerk Meißen, Plattenwerk Coswig, Wohnungsbau Meißen, Wohnungsbaukombinat Dresden.

1989 begann die Wende und am 9. November 1989 die Grenzöffnung an der Berliner Mauer. 

Coswig – Meißen – Großenhain

Wappen_coswig_meissen Stadtwappen_Meißen Wappen_grossenhain

(Staatswappen, Stadtwappen sind alle Gemeinfrei, by wikipedia.org)